Thymian – Symbol für Kraft, Mut und Tapferkeit

Stärke, Mut und Tapferkeit schenkt der Thymian jenen, die reichlich Gebrauch von ihm machen. Dies versprach man sich zumindest in der Antike.

 

Und tatsächlich besitzt dieses kleine und zähe Kraut reichlich wertvolle Eigenschaften, die uns helfen können, unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit zu unterstützen.

 

Etwa 300 Arten, die hauptsächlich im Gebiet Rund um das Mittelmeer anzutreffen sind und sich bis in den hohen Norden Grönlands, den Himalaya und Indien verbreitet haben, zeugen von seiner starken Ausdauer und Widerstandskraft.

 

Im alten Ägypten wurde Thymian zur Behandlung und Desinfektion von Wunden genutzt. Und wenn es in Griechenland an wertvollem Weihrauch mangelte, durfte auch mit Thymian geräuchert werden, was ihm seinen Namen thymos / thyo – den Göttern ein Opfer bringen – verlieh.

 

In der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gehört Thymian zu den wichtigsten Heilpflanzen, sobald sich eine Erkältung durch Husten oder eine schniefende Nase bemerkbar macht. Heute ist die stark keimhemmende Wirkung des ätherischen Thymianöls, speziell gegen Viren und Bakterien, wissenschaftlich gut erforscht.

 

Neben seiner keimhemmenden Eigenschaft, wirkt ätherisches Thymianöl bei Husten auswurffördernd und entkrampft mild die Bronchialmuskulatur, weshalb er bei krampfartigen Husten für Linderung sorgen kann. Weiterhin unterstützt es die Aktivität des Flimmerepithels in den Bronchien, die eine Reinigungsfunktion besitzen.

 

In der Aromakunde kommen mehrere Chemotypen des Thymians zum Einsatz.

 

Ein Chemotyp bezeichnet den Hauptinhaltsstoff eines ätherischen Öls und dessen Eigenschaften. Es werden nur solche ätherischen Öle in Chemotypen unterteilt, bei denen sich mehrere Varietäten aufgrund unterschiedlicher Witterungsverhältnisse und Standorte herausbilden.

 

Zur Verwendung kommen hauptsächlich Thymian vulgaris CT (Chemotyp) Linalool und Thymian vulgaris CT Thymol. Beide Chemotypen entfalten ihre stark keimhemmenden Eigenschaften speziell im Bereich der Atemwege. Dabei spricht man in der Aromakunde beim CT Linalool vom “Kinder-Thymian”, da der hohe Anteil des Monoterpenols “Linalool” besonders gut verträglich ist und somit auch für Kinder gut geeignet. Der Chemotyp Thymol zeichnet sich ebenfalls durch seine extrem starke Keimhemmung im Bereich der Atemwege aus. Jedoch setzt das Monoterpenphenol Thymol in der Anwendung eine gewisse Fachkenntnis voraus.

 

Ein Tipp aus der Volksheilkunde: Streichen Sie auf ein Stück Brot Butter und Honig, bestreuen es mit reichlich Thymiankraut und belegen es mit einem frischen Stück Knoblauch.

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